Veggie-Maki

Wir lieben gutes Sushi. Leider gibt es in unserer Nähe kein japanisches Restaurant und der Running-Sushi-Laden um die Ecke verkauft mehr Frittiertes als rohen Fisch. Das ist vermutlich auch besser so – man munkelt schon so mancher Gast habe sich dort den Magen verdorben.

Da bleibt nur eins: selbst machen. Leichter gesagt als getan, denn die Sache mit dem rohen Fisch verlangt einerseits gute Vorbereitung (vorbestellen, kühlen, schleunigst verarbeiten und futtern) und belastet andererseits natürlich unser schmales Studentenbudget. Deshalb gibt’s heute die spontane, günstige und mindestens genauso schmackhafte vegetarische Variante.

Mein erster Versuch Sushi zu machen ging, wie so viele meiner ersten Versuche, mächtig in die Hose. Das A-und-O bei Sushi ist der Reis. Wenn der nicht schmeckt hilft der beste Belag nichts – das Ganze bleibt fad. Deshalb sollte man auf keinen Fall am Reisessig-Salz-Zucker-Gemisch sparen. Im Zweifelsfall lieber etwas mehr verwenden, als im Rezept angegeben.

Wir füllen unsere Maki mit Karotte, Gurke, gegrilltem Paprika und eingelegter Roter Beete. Denkbar wäre natürlich noch viel mehr. Mango, Avocado, Süßkartoffel, Pilze, Frischkäse und Tamagoyaki sind nur ein paar unserer Ideen dazu. Wenn’s nicht vegetarisch sein muss, sondern nur ohne rohen Fisch: Räucherlachs oder -makrele, Bulgogi oder Shrimps.

Veggie-Maki

Zutaten

für die Maki-Rollen
  • 4 Blätter Nori
  • 250 g Sushireis (oder Rundkornreis)
  • 3 EL Reisessig
  • 3 TL Zucker
  • 1-2 TL Salz
  • eine Bambusmatte zum Rollen
  • evtl. etwas Sesam
  • für die Füllung
    • Gemüse, in Streifen geschnitten (hier: 1 Karotte, 1 Gurke, 1 Paprika und eingelegte Rote Beete)
    • zum Dippen
      • Wasabipaste
      • Sojasauce

      Zubereitung

      1. Den Sushireis in einem Sieb gründlich abspülen und dann ca. 1 Stunde in Wasser einweichen. Anschließend mit etwa der doppelten Menge Wasser kurz aufkochen und zugedeckt ziehen lassen. (250 g sind bei uns 1 1/4 Tassen Reis und wir geben 2 Tassen Wasser dazu)
      2. Während der Reis kocht, das Gemüse klein schnibbeln. Den Paprika zuvor in Streifen mit der Hautseite nach oben im Backofen grillen, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Haut abziehen und ebenfalls in Streifen schneiden.
      3. Reisessig, Zucker und Salz vermischen. Den fertigen Reis in eine große Schüssel geben und die Essigmischung darübergeben.
      4. Ein Algenblatt auf die Bambusmatte legen. Etwa ein Viertel der Reismenge auf der Alge verteilen (ca. 1/2 cm dick). Für eine herkömmliche Makirolle ca. 1 cm am langen Ende frei lassen. Für eine Inside-Out-Rolle die ganzen Fläche bedecken, etwas Sesam drauf streuen und die Alge vorsichtig umdrehen (Reis nach unten).
      5. Etwas Wasabi auf einem Streifen im unteren Drittel der Alge verstreichen und das Gemüse für die Füllung darauf verteilen. Achtung: Lieber nicht zu viel, sonst fällt die Rolle leicht auseinander.
      6. Die Alge mithilfe der Bambusmatte vorsichtig einrollen und gut andrücken. In etwa daumendicke Stücke schneiden - fertig!

      Anmerkungen

      Wer keine Bambusmatte hat schafft es mit viel Geschick vielleicht auch in einem Geschirrtuch oder Ähnlichem. Wir garantieren für nichts.

1 Kommentar

Gib deinen Senf dazu!