Kärntner Kasnudeln

Heute ist Gründonnerstag, an welchem traditionell Spinat gegessen wird. In Österreich kommt dieser meist püriert und mit einem Spiegelei auf den Teller – noch etwas Salz und Pfeffer und fertig. Nachdem dieses Gericht aber keinen Blogeintrag wert wäre und wir auch auf Abwechslung schauen, heben wir uns heute mal von der Tradition ab. Spinat kommt trotzdem auf den Tisch, aber anstatt ihn mit dem Pürierstab zu zermatschen lassen wir ihn aber lieber ganz und roh. Als Upgrade ersetzen wir das Spiegelei mit selbstgemachten Kärntner Kasnudln. Die Kunst dabei ist das dichte Verschließen der Teigtaschen, bei uns Krandln genannt. Auch wenn es bei mir nicht sehr professionell aussieht, es ist eigentlich nicht sonderbar schwer, wie das untenstehende Bild zeigt.

Die Füllungen von Kärntner Kasnudln sind selbst in Kärnten sehr vielfältig, also maße ich mir nicht an „die“ Füllung zu zaubern, jedoch entspricht sie sicherlich einer weit verbreiteten Variante. Die Zubereitung der Nudeln erfordert etwas mehr Zeit, weshalb ich nur empfehlen kann auf einem Schlag eine große Menge zu machen und anschließend für späteren Genuss einzufrieren. Und noch ein Tipp zum Schluss: dieses Gericht lebt von zerlassener Butter, nur keine Angst davor!

kasnudeln

Kärntner Kasnudeln

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 EL Öl
  • 120 g Knödelbrot
  • 250 g Sauerrahm
  • 2 Stängel Pfefferminze, oder 2 EL getrocknet
  • 2 Stängel Kerbelkraut, oder 2 EL getrocknet
  • 50 g Butter (und mehr für später, siehe unten!)
  • 350 g Topfen
  • 200 g Butter
  • frischer Schnittlauch Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer
  • 200 g frischer Babyspinat
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 großer Zwiebel

Zubereitung

  1. Das Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde in der Mitte formen. In diese werden nun das Ei, das Öl, 1 TL Salz und 150 ml warmes Wasser geben und zu einem Teig verknetet. Aus diesem eine Kugel formen und in der Schüssel mit einem feuchten Tuch abgedeckt für eine halbe Stunde ruhen lassen.
  2. Inzwischen das Knödelbrot mit dem Sauerrahm und Topfen vermischen. Kräuter fein hacken und in 50 g zerlasseneer Butter schwenken und zur Brotmischung geben. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken, sonst schmecken die Nudeln später langweilig.
  3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und mit irgendetwas rundem (Durchmesser ca. 10 cm) die Nudeln ausstanzen.
  4. Je 1 TL Füllung auf die Nudeln geben und zu Halbkreisen zusammen klappen. Die Teigränder müssen nun gut verschlossen werden, also auf zum Krandln (siehe Animation oben)! Die überlappenden Teigteile werden mit den Fingern langgezogen und wieder zurückgeklappt. Man muss schnell und trotzdem vorsichtig sein.
  5. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln bei mittlerer Hitze mindestenst 10 Min. kochen lassen.
  6. Inzwischen die restliche Butter in derselben Pfanne wie zuvor schmelzen, gehackten Knoblauch und fein geschnittene Zwiebeln zugeben und braun werden lassen.
  7. Spinat auf die Teller verteilen, abgetropfte Nudeln darauf anrichten und mit Butter-Zwiebel-Knoblauch-Mischung abschließen. Noch ein paar Dreher frisch gemahlenen Pfeffer und das perfekte Gründonnerstagsessen ist fertig!

2 Kommentare

  • Senf sagt:

    Schmeckt köstlich :) … Danke für das gute Rezept! Der Topfen wurde leider in der Anleitung vergessen!!!

  • Thomas sagt:

    Hallo Senf, wir freuen uns, dass dir unsere Kasnudeln schmecken. Ohne Topfen wäre es wirklich fad; danke für den Hinweis, nun hat der Topfen seinen wohlverdienten Platz in der Anleitung :-)

Gib deinen Senf dazu!