Kaffee: Unsere neue Cafissimo Picco

Sie kommt aus Südamerika, Zentralafrika, Indien, Indonesien und noch einigen weiteren Staaten. Zunächst ist ist rot, dann wird sie geschält und ist grün, dann verarbeitet man sie weiter zu einer hell- bis dunkelbraunen Schönheit. Ohne sie geht für viele Menschen gar nichts. Sie ist ebenso wichtig am Morgen beim Frühstück, als auch während der Arbeit oder zur Nachmittagsjause. Erraten! Es ist die Kaffeebohne. Auch bei uns hat sie einen unschätzbaren Wert. Der vielfältige Geschmack je nach Röstung und Kaffeesorte, der schnelle Kick des Koffeins, seine geheimnissvolle Fähigkeit Leute zu verbinden, … Jeder Mensch weiß dieses Getränk auf seine Art zu schätzen – wenn nicht, trinkt er Tee.

In den letzten Jahren kamen immer mehr Kaffeekapselanbieter auf den Markt. Es scheint, als gehöre es sich als großer Hersteller, seine eigene Marke auf den Markt zu bringen. Der Erfolgszug startete mit Nespresso von Nestlé. Heute ist das Supermarktregal voll von Kapseln: Tassimo, Senseo, Dolce Gusto und so weiter. Auch Diskonter wie Hofer mit seinem Martello-Angebot ziehen nach. Nespresso hingegen fehlt in den Regalen! Die Nestlé-Kapseln werden ausschließlich über eigene Stores oder über das Internet vertrieben. Es ist der reinste Dschungel.

Wir hatten bislang eine Tasssimo-Maschine von Bosch in Verwendung. Wir waren und sind hoch zufrieden! Aber auch hier gilt: nicht alles erhält man im Supermarkt, die volle Produktpalette gibt’s nur im Online-Shop. Wir sind nicht die einzigen zufriednenen Kunden der Kapselhersteller, es werden immer mehr und mehr. Erst heute gab es auf ORF.news zu lesen: Das fette Geschäft mit den Kaffeekapseln. Die Kapseln ernten ebenso viel Kritik wie Lob. Der Preis ist die eine Sache. Rechnet man aufs Kilo, ist die Kapsel sehr teuer. ABER: wir rechnen eher nach Portionen. Bedenkt man, dass eine Kapsel zwischen 20 und 40 Cent kostet, relativiert sich die Kritik. Für uns überwiegen klar die Vorteile.

Vor einigen Wochen hat uns Tchibo/Eduscho dankenswerter Weise eines ihrer neuen CAFISSIMO PICCO-Kompaktsysteme zur Verfügung gestellt. Wir hatten bislang Tassimo, und auch keinerlei Erfahrung mit dem anderen System oder dem Kaffee von Eduscho. Die neue Maschine und der neue Kaffee wurden also parallel zu unserer alten getestet.

Ebenso wie Nespresso erhält man die Tchibo-Kapseln nur im Internet oder in einer Tchibo-Filiale. Nur die Gala-Kaffeesorten erhält man auch im normalen Einzelhandel. In Leoben gibt es zum Glück eine Filiale, also nichts wie hin und diverse Kapseln mitgenommen. Die Kaffeeauswahl ist beeindruckend: verschiedene Espressi mit verschiedener Intensität, Cafè Crema von stark über vollmundig bis mild und zu unserer Überraschung auch Filterkaffee. Auch der Geschmack überzeugte uns schnell. Vor allem der Premium-Kaffee India Sirisha mit feiner Honig-Malz-Note an. Gepaart mit unserem Handmilchschäumer erahnten wir große Möglichkeiten.

Nun zur Maschine. Nach einiger Zeit in Verwendung mussten wir leider feststellen, dass die Maschine im Vergleich zu unserer schon altgewordenenen Bosch-Tassimo unausgereift erscheint. Die Cafissimo Picco ist mit €50 jedoch auch die kleinste und billigste Maschine im Angebot von Tchibo/Eduscho. Der Preis ist für das, was man bekommt, sehr fair. Wenn man mehr Funktionalität benötigt, kann man auch auf die COMPACT oder CLASSIC Maschinen upgraden.

Was uns an der neuen Maschine nicht gefällt:

  1. Der kleine schmale Wassertank, der das Einfüllen und die Reinigung nicht gerade einfach macht
  2. Die Kaffeedüse sitzt sehr nah an der Maschine, wodurch die Tasse vom Rand her befüllt wird. Die Maschine, vor allem die kleine Auffangtasse verschmutzt daher schnell
  3. Die Auffangtasse kann nur auf zwei Stufen angepasst werden und verrutscht bzw. löst sich leicht; dadurch passen unsere hohen Becher nicht in die Maschine
  4. Das Geräusch der Maschine lässt bei uns keine Kaffeehochstimmung aufkommen, es tut sich zu wenig (zum Glück ist das ein subjektiver und nicht so wichtiger Punkt.)
  5. Ein fehlender Ein/Ausschaltknopf, die Maschine schaltet selbstständig in Standby. Auch das ist Geschmackssache.

Aber positiv denken, denn uns gefällt an der Maschine auch so einiges:

  1. Die gute und große Kaffeeauswahl.
  2. Kleine Kapseln, das heißt weniger Müll und man kann auf gleichem Raum wie zuvor mehr Kaffee bunkern.
  3. Die Kompaktheit; sie ist wirklich sehr handlich.
  4. Die einfache Bedienung: Zwei Knöpfe, mehr ist nicht zu finden.
  5. Die Maschine ist leise.
  6. Sie heizt schnell auf, man wartet kürzer auf seinen Kaffee.
  7. Schlankes und modernes Design, welches sich gut in jede Küche einfügt.
  8. Die Größe der Maschine ist perfekt für einen Zwei-Personen-Haushalt – perfekt für uns!

Unser Fazit

Mit den Problemen der Maschine werden wir fertig bzw. wird man die Handhabung von der Umstellung von einer anderen Maschine schnell gewohnt. Der Kaffee schmeckt top! Sie ist platz- und energiesparend. Der Kaffee strömt nach kurzer Zeit und nur einem Knopfdruck. Was will man also mehr?

Demnächst zeigen wir euch ein weiteres Kaffeerezept, welches perfekt zum Herbst passt. Lasst euch überraschen!

 

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